Kehraus beim FC Thun
Die Schlagzeilen überschlagen sich rund um den sportlich leider nicht sehr erfolgreichen FC Thun. Nach dem Cup-Aus erhielten nun auch noch Spieler die rote Karte, die rein gar nichts mit dem überaus lauten Nebengeräusch Sexaffäre zu tun haben. Andres Gerbers und Alain Portmanns - zwei meines Erachtens grosse FC-Thun-Spieler - Verträge laufen aus und werden nicht mehr verlängert.
Aber auch heute sind die Nebengeräusche rund um die Sexaffäre lauter als die für viele Fans sicherlich schockierende Nachricht der Nicht-Vertragsverlängerung. Und wieder einmal haben es die Verantwortlichen des FC Thuns nicht verstanden, die Medien nicht gegen den Klub aufzubringen. Eingefleischte Thun-Fans glauben ja sogar an eine Super-League-Verschwörung von Champions-League-Neider… Tja, wenns hilft… Allerdings liegt mein Verdacht der Wahrheit wohl näher. Die lautet: absolutes Unvermögen, Botschaften glaubhaft rüber zu bringen. So einfach ist das!
Verwaltungsrat sein ist kein Zuckerschlecken, auch wenn es einige hartgesottene Fans gibt, die sich in Foren schon des öftern über den “Cüpli-Klub mit fussballerischem Unverständnis” aufregten. Trotz aller Arbeit und dem Unbill, dem sich der Verwaltungsrat in den wohl sportlich wie vereinstechnisch dunkelsten Stunden konfrontiert sieht, wäre ein Grossreine-machen angesagt. Denn der Verwaltungsrat ist nicht mehr glaubwürdig. Wohl weniger bei den Fans als vielmehr bei den Medien. Nur leider prägen die Medien das Bild des FC Thun in der Öffentlichkeit. Und wer die die Schlagzeilen und Kommentare der vergangenen Tage liest, der erkennt, dass der Verwaltungsrat und der Sportchef-Posten dringend aufgepeppt werden sollten.
Denn unabhängig davon, wer Recht hat (also auch wenn dem Verwaltungsrat und seinen “Sprachrohren” durch die Medien Unrecht wiederfährt), braucht es neue Besen in der Teppichetage. Diese sollten statt das Ruder mit eiserner Hand zu führen, das nötige Fingerspitzengefühl entwickeln. Denn Fussball ist eine Trendsportart - da gibt es Sieger und Helden. Für Verlierer und Feiglinge ist kein Platz. Und offenbar haftet dem FC Thun leider genau dieses Verlierer-Image an. Schade…