Was soll man dazu noch sagen. Die Schweiz verliert im Prestigeduell gegen Deutschland mit 4:0. Nicht, dass es beim Prestigeduell um den Sieg ginge. Nein, dafür bin ich zu realistisch. Die deutsche Nationalmannschaft hat selten etwas anbrennen lassen, ein Sieg gegen Deutschland wäre eine ausgemachte Sensation. Beim Prestige geht es mehr darum, wie hoch bzw. wie tief die Schweizer Nati gegen das nördliche Nachbarland verliert. 4:0 ist das harte und selbst für meine Erwartungen auch ein wenig unverdiente Resultat.
Denn immerhin wissen wir Schweizer heute auch, dass das Runde ins Eckige muss. Der Köbi hat das seinen Mannen mittlerweile gut erklärt. Allerdings muss ich auch sagen, dass der Köbi bei der einen oder anderen personellen Besetzung noch einmal über die Bücher muss. Ich kann mir nicht helfen, aber die ewig Gleichen vergackmeiern ein akzeptables Resultat – dieses Mal wurde deshalb eine deutliche 4:0-Ohrfeige daraus.
Und damit mir auch niemand schräg kommt. Selbst die Fussballkommentatoren und Schönwetter-Prediger Hüppi und Turnheer – die übrigens auch mal gegen ein wenig peppigere Fussballfachleute ausgewechselt werden könnten – sprechen von einer blamablen Leistung.
Aber ein echter Schweizer weiss, dass die Grenzen in unserem Ländle halt schon eng sind. Aber da wir als Nicht-EU-Land auch gerne unsere Neutralität pflegen, gibt es ein Erfolgsrezept für Schweizer Fans, denen die Unterstützung ob der schlechten Leistungen der letzten Jahre sprichwörtlich im Halse stecken bleibt: Einfach für ein Nachbarland fanen. Und als Herzstück Europas haben wir immerhin die Wahl zwischen drei höchst erfolgreichen Ländern (nur Masochisten wählen für ein Erfolgserlebnis Österreich): Deutschland, Frankreich oder Italien. Damit dürften wir irgendwie auch am EM-Finalspiel mitfeiern können…