Erschreckende Erkenntnis nach der “Arena”…

Die Politsendung “Arena” vom Freitagabend war spannend wie nie. Wer überzeugt mit seinen Argumenten die Zuschauerinnen und Zuschauer beim Thema Einbürgerungsinitiative? alt Bundesrat Christoph Blocher oder seine Nachfolgerin Eveline Widmer-Schlumpf?

Vorneweg: Die Diskussion war emotional, teilweise wild und laut - aber die Protagonisten hielten sich an die Spielregeln. Die Nicht-Wiederwahl von Christoph Blocher und der Ausschluss der SVP-Bundesrätin wurden in keinem Wort erwähnt. Trotzdem kreuzten die Beiden zuweilen verbal heftig die Klingen. Aber keiner ging KO… Bundesrätin Widmer-Schlumpf blieb stets sachlich und unterstrich ihren souveränen Auftritt mit guten Argumenten.

Es wäre vermessen, Christoph Blochers wirkungsvoller Auftritt nicht zu würdigen. Er ist ein sehr guter Rhetoriker, der seine Argumente - so sie denn zu überzeugen vermögen - mit seiner urtypischen Art an den einfachen Mann und die einfache Frau richtet. Trotzdem hat mich sein Auftritt nicht so überzeugt wie jener von der aktuellen SVP-Bundesrätin.

Das mag vor allem daran liegen, dass mich der auch in der Arena-Sendung offenkundige Personenkult in der SVP (zumindest auf nationalem Parkett) auch bei diesem Thema ziemlich erschreckt hat. Seine Gefolgsleute hingen Christoph Blocher an den Lippen als er sein Schlussvotum hielt: SVP-Nationalrätin Jasmin Hutter nickte wie eine Dackelfigur auf der Hutablage eines Autos, einige mir unbekannte SVP-Angehörige in den hinteren Reihen starrten mit offenem Mund ins Leere und der Präsident Toni Brunner war sich seiner Rolle als Ziehsohn seines Arena-Gefährten durchaus bewusst… als oberster Mann der SVP stand er nur am Rednerpult auf derselben Höhe wie Christoph Blocher…

Und das ist das Beängstigende an dieser neuen SVP-Politik. Was Christoph Blocher sagt, das gilt. Wa ist eigentlich, wenn er mal im Unrecht ist? Ob sich die Arena-Nickerinnen und -Nicker wohl einmal diese Frage stellen werden?

 

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