Die Zeit der Schlemmereien…

Die Festtage bieten immer wieder Gelegenheit, noch vor dem neuen Jahr die guten Vorsätze mal gut sein zu lassen und allen besseren Wissens der Schlemmerei zu frönen. immer wieder, ohne Unterlass, können über die Weihnachtszeit die allerbesten und nicht gerade kalorienarmen Menüs kredenzt werden.

Bei mir beginnt die Schlemmerei indes ein wenig früher als bei anderen. Denn in meiner Familie wird (in der Regel) schon vor den eigentlichen Festtagen gefestet. Und in diesem Jahr war es ohne speziellen Anlass etwas ganz Besonderes: Meine Frau und ich begingen nämlich den Hochzeitstag – und dieses Mal führte uns die Vernunft und die Freude, alte Bekannte wiederzusehen, nach Brügg ins Restaurant Bahnhof. Wie gesagt, die Wirtsleute sind Bekannte, und damit ist auch schon fertig mit Bonus – zumal dies auch gar nicht nötig ist. Denn wir wurden mit einem Schlemmer-Menü verwöhnt, dass mich auch Wochen danach noch ins Schwärmen versetzt. Eine Kostprobe, wenngleich nur virtueller Natur:

Vorspreisen:

 Überbackene Champignon-Suppe – einfach herrlich, und nicht nur wegen der grossen Pilz-Stücken;

Salat mit Entenbrust-Streifen – eine wunderbare, geschmacklich herzhafte Vorspeise;

Gebackene Egli-Filets an einem Tomaten-Coulis mit Reis – das Coulis alleine war schon eine Wucht, die Kombination aber war schlichtweg der Hammer;

Zur Verdauung:

Ananas-Sorbert mit Pina Colada – erfrischend fruchtig und eben auch vVerdauungsfördernd

Der Hauptgang:

Rindsfilet mit verschiedenen Gemüse und Kroketten… Hier wird es schwierig, da das Servierte für meine Begriffe geschmacklich einfach nicht zu überbieten ist. Das Rindsfilet war so zart und hatte durch die feine Gewürzkruste dennoch den nötigen „Biss“. Ein Genuss – für meine Definition ist Genuss, wenn ich den Geschmacksreigen immer und immer wieder erleben möchte, obwohlich ich satt bin. Noch jetzt – Wochen danach, träume ich von dieser wirklich mehr als sternewürdigen Komposition!!!!

Das Dessert:

Tira misù – so wie man es sich wünscht…

Gesamthaft gesehen, erlebten meine Frau und ich einen wahren Festschmaus, der seinesgleich sucht. Ehrlich – auch wenn wohl jeder das Menu Suprise selber ausprobieren sollte – und obige Aufzählung nicht immer dem tatsächlich servierten Menü entspricht.

Die obige Gaumenfreude tat aber dem Wonnegefühl der Festtags-Schlemmerei keinen Abbruch. Von Filet im Teig bis zum traditionellen Fondue Chinoise bis hin zum WAHNSINN-sauren-Mocken mit Kartoffelstock, den ich heute geniessen durfte. Das Kulinarium der vergangenen Tage hatte es einfach in sich. Ich wurde nach Strich und Faden verwöhnt mit herzhaften und liebevoll zubereiten Leckereien.

Wen wunderts, dass mein Body-Mass-Index in den letzten Tagen wieder gegen den Keller hin schunkelte und meine Skies zumindest nach dem heutigen wunderbaren Abendessen bei uns sehr lieben Bekannten wohl wieder ein wenig nachgestellt (nach obsi nämlich) werden müssen.

Aber leid tut es mir nicht. Denn ich genoss das Essen in vollen Zügen. Und das Geniessen, der Genuss also, sind (hoffentlich) immer wiederkehrende kurze Momente der Glückseligkeit, wo der Gaumen voll auf seine Rechnung kommt – und damit auch der Seele Gutes wiederfährt.

Wenn Sie leider nicht mit so toll kochenden Bekannten gesegnet sind, dann machen Sie einfach mal einen Abstecher nach Brügg. Genau, ins „Bahnhöfli“!

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