Carpe Diem – oder weshalb ich nun auch blogge

Februar 9, 2008

Nutze den Tag.

Das habe ich mir heute auch gesagt. Samstag, 9. Februar: Traumwetter; in der Stadt wird gerade ein „vom Fass“-Geschäft eröffnet, derweil sich Jägerinnen und Jäger aus allen Landesteilen zum Netzwerken in der Innenstadt treffen – denn im Herzen der Stadt Thun findet gerade der traditionelle Oberländische Pelz- und Fellmarkt statt. Eben, es läuft was in der wunderbaren Stadt Thun.

Doch mein Aufenthalt im Zentrum der City ist beschränkt, denn als Familienvater gehören Unzulänglichkeiten wie die Bedürfnisse der Angetrauten und vor allem der Kinder auch zum Pflichtprogramm ;-)

 Immerhin habe ich jetzt grad Zeit, zu Hause bei voller Sonneneinstrahlung am PC diesen Blog zu eröffnen, derweil die Kinder draussen spielen und die Frau sich anderweitig beschäftigt. Es sind halt die kleinen Freiheiten, die letztlich zählen. Denn die geflügelten Wörter „Carpe diem“ heissen für mich, die Momente, die Augenblick zu nutzen.

Und endlich habe ich nun diesen meinen Blog eingerichtet. Etwas, das ich schon lange tun wollte. Und nun sollte ich wohl noch etwas wirklich Blog-würdiges verfassen. Einen blitzgescheiten Gedanken für die netzweite Community verfassen – nun gut, ich probiers:

Gerade heute war ich mit meiner kleinen Tochter auf den öffentlichen Verkehr angewiesen. Der heisst in der Stadt Thun STI (für das Busunternehmen, das zwischen Steffisburg, Thun und Interlaken verkehrt). Und diese kleine regionale Buslinie hat es in sich. Eben auch heute. Also nichts gegen die meist freundlichen und meist massvoll fahrenden Busfahrer (so genug Honig um den Mund geschmiert), aber heute war wieder einer jener Tage, an denen ich doch am gesunden Menschenverstand zweifeln bzw. eine schon fast liebgewordene Bösartigkeit der am Steuer sitzenden Berufsgattung feststellen konnte:

Also, ich sitze mit meiner Tochter im Bus und warte beim Bahnhof, dass dieser Bus endlich heimwärts ruckelt. Und die Abfahrtszeit ist längst (3 Minuten) vorbei, und langsam regt sich Unmut in diesem fast vollbesetzten Vehikel. Der Busfahrer nimmt sich diese Unmutbezeugungen zu Herzen und erklärt, dass er noch einen bald einfahrenden Zug abwarten wolle… – etwas dass ich als regelmässiger Pendler und Zugfahrer bei der STI eigentlich nie erlebt habe und genau aus diesem Grunde auch beinhart mit dem Fahrrad zum Bahnhof fahre. Ich denke mir noch so, dass das STI-Management wohl endlich lernt, was Kundenfreundlichkeit heisst. Und schon fährt der Zug ein. Und kaum hält dieser internationale Intercity, startet der Chauffeur den Motor, hebt die Hydraulik den Bus in die Waagrechte und – ja  genau – der Bus fährt vom Bahnhof weg. Die hinauseilenden Zugsreisenden können unserem Bus sowie seinem Gefolge aus weiteren gelb-weissen Bussen nur enttäuscht hinterher blicken. Das Fazit: Es hat sich nichts geändert am Kundendenken der STI – nur die Schadenfreude ist jünger geworden; man(n) ärgert nicht nur gerne herbeieilende, sondern jetzt auch die sitzenden Kundinnen und Kunden…

ABER: Die Laune verderben kann mir das Verhalten der Thuner Bus-Chauffeure schon lange nicht mehr. Zumal ich weiss, dass dieses nicht nur eine Eigenheit der Thuner ist, sondern zumindest auch eine der Berner …