Wenn E-Mails nerven…

Dezember 3, 2008

In der heutigen modernen Zeit verlässt man sich ganz und gar auf die elektronische Post. Immer mehr Mails fluten in meine Postfächer und immer mehr beschäftige ich mich mit Verfassen von einigermassen sinnvollen Anfragen und Antworten, die mir elektronisch zukommen.

Statt ein Telefon oder ein mündliches Gespräch einfach ein E-Mail. Das ist praktisch. Man ist unabhängig, „spart“ Zeit und kann das Eine oder das Andere einfordern, ohne dass ein Gegenüber etwas erwidern kann. Zumindest vorderhand. Denn manchmal führt ein Mailverkehr zu Missverständnissen, die eigentlich nicht sein müssten.

Ich kann durchaus ein Lied davon singen. Schon vor Jahren griff ich nach einem Mailverkehr mit einer Person schliesslich zum Telefon und klärte die Sache mündlich. Die schriftliche Bestätigung folgt auf dem Fuss und war freundlich. Zuvor war ein Mailverkehr entbrannt, der sich beidseitig ausschliesslich mit dem zwischen-den-Zeilen-lesen beschäftigte, statt sich auf die Sache zu fokussieren. Beide Absender waren auch ja Adressaten und sich eben nicht bewusst: Wenn jemand etwas schreibt, weiss der Empfänger nicht, in welcher Verfassung der Schreibende ist. Ebensowenig weiss der Absender nicht, in welcher Verfassung der Lesende ist. Und diese Situationen können zu einem unschönen Ping-Pong führen.

Deshalb rufe ich alle mal auf, mir einen Tag statt lieber, netter, auffordernder, frecher, dummer und andersartigen Mails einfach mal ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken und mir zu telefonieren – oder wenn möglich, mich zu treffen. Erst dann wird nämlich offenbar, was all die Leute, die sich vielleicht auch aktuell über den Mailverkehr mit mir ärgern, verpassen, wenn sie mich nicht mit all ihren Sinnen erfahren. Denn es gibt nichts über Stimme, Körperhaltung und Augenkontakt… oder? Und auch, wenn ich im Moment ein wenig viel zu tun habe und mega beschäftigt tue, heisst das nicht, dass ich nicht reden kann und will!

Und jetzt, ihr lieben Kollegen. Ruft mich an, macht einen Termin mit mir ab. Ihr dürft dabei ruhig etwas Nettes auf die Combox plaudern. Das freut mich mehr als nicht einzuordnende E-Mails!!! Und damit ist es jetzt auch offizielle, gelle!