Meine Schreibfaulheit in den letzten Wochen habe ich ja bereits erklärt. Das heisst mitnichten, dass in diesen Tagen der Blog-Abstinenz nichts passiert wäre. Es passierten eigentlich eine Menge teilweise ganz coole Dinge. Eine Besonderheit passierte aber während eines Fotoeinsatzes in der Thuner Innenstadt…
Und das kam so. Damit ich ein wenig agiler bin, habe ich mir einen röhrenden Roller zugelegt, der mit immerhin 45 Stundenkilometern vor sich hin tuckert und ruckelt. Und mit diesem tollen Gefährt sauste ich also in die Thuner Innenstadt, um Fotos zu machen. Mein „Model“ wartete bereits, während ich in beim Venner-Zyro-Turm in die Berntorgasse fuhr und nach einem geeigneten Abstellplatz suchte.
Die Berntorgasse ist momentan durch massive Bauarbeiten in und an Gebäuden stark frequentiert und entsprechend zuparkiert. Glücklicherweise fand ich auf einem Plätzchen neben einem grosszügigen deutschen Geländewagen eine Abstellmöglichkeit für meinen Roller.
Die Fotos zu machen dauerte allerdings seine Zeit. Drei Viertelstunden lang zog ich mit meinem Model von einem Ort zum anderen – immer rund um den Venner-Zyro-Turm. Und als die Session fertig war, kehrte ich zu meinem Roller zurück, der friedlich auf dem Platz stand – mittlerweile aber eingeschlossen, der Platz war mit einer schweren Kette gesichert worden. Keine Chance, den Roller herauszubringen, jedenfalls nicht alleine.
Zuerst versuchte ich noch den Kettenhalter ausfindig zu machen. Dabei stellte sich heraus, dass die Parkbucht ein Privatplatz sei. Aha, der Platzmieter oder -halter war schnell ausfindig gemacht, allerdings war er nicht erreichbar. Was tun? Den Roller irgendwie aus seinem Gefängnis hieven? Ja klar, aber mit wem? Ein Blick auf die Seitenfronten des Geländefahrzeuges machten aber deutlich, dass dies ein Eigentor werden könnte. Deshalb entschied ich mich für die Variante Kantonspolizei Bern. Nach einem Anruf und der Schilderung meiner misslichen Situation, eilte schon eine Patrouille herbei. Nach kurzem Hin und Her wurde die Kette angehoben und mein Roller befreit. Es war ganz einfach, das war ja auch nicht meinr Problem. Bei dieser Hilfe wurde nämlich grad amtlich registriert, dass alles mit rechten Dingen ablief – gut so!
Auch wenn sich die eine Kollegin der Staatsgewalt es sich nicht verkneifen konnte, mich in Sachen Fahrzeugführung und Abstellen auf (nicht gekennzeichnete) Privatgrundstücke, muss ich doch der Polizei ein schönes Kränzchen winden. Schnell und unbürokratisch war die Hilfe, bravo
Verfasst von Martin Hasler